14 gute Gründe

14 gute Gründe

Dabei sein. Die IG Metall hat mehr als 220 000 Mitglieder, die jünger sind als 27 Jahre. Damit ist sie der größte politische Jugendverband Europas. Kein Wunder: „In den vergangenen Jahren hat die IG Metall den Fokus auf junge Beschäftigte gelegt und sowohl politisch als auch tariflich sowie beim Service für junge Mitglieder eine kräftige Schippe draufgelegt“, freut sich Christiane Benner, die Zweite Vorsitzende der IG Metall und zuständig für Jugend.

In den vergangenen Tarifrunden waren bei den Forderungen immer auch die Interessen der jungen Mitglieder vertreten. Zum einen konnten Regelungen zur Übernahme der Ausgelernten festgeschrieben werden. Diese ermöglichen
den Ausgelernten einen sicheren Einstieg ins Berufsleben. Zum anderen gibt es seit März 2015 tarifliche Regelungen, die bundesweite Freistellungen für persönliche Weiterbildung und zur Bildungsteilzeit regeln. Außerdem wurde in allen Tarifverhandlungen über die Vergütungen der Azubis geredet und diese dann im Ergebnis erhöht. Aber nicht nur in Tarifrunden ist die IG Metall für ihre Mitglieder da. Christiane Benner: „Jeden Tag kümmern sich Betriebsräte und Vertrauensleute persönlich und zuverlässig um die Sorgen der Beschäftigten.“ Es gibt also viele Gründe, dabei zu sein. Unsere Top-14 stellen wir Euch hier vor.

1. Spaß haben
Spaß haben junge Mitglieder zum Beispiel auf den Jugendcamps. Organisiert werden sie von den Verwaltungsstellen der IG Metall. Camps gibt es deshalb in ganz Deutschland. Im letzten Juni fand beispielsweise das Jugendcamp der IG Metall Baden-Württemberg in Markelfingen am Bodensee statt. In einem Workshop dort drehte sich alles ums Fotografieren. In einem anderen diskutierten die Teilnehmer über die Landtagswahl in diesem Jahr. Und klar, feiern und entspannen standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Auch auf Festivals ist die IG Metall vertreten. Sei es das Wacken Open Air oder das Stemweder Open-Air-Festival: Die Gewerkschaft ist mittendrin, kann rocken und wird mit offenen Armen empfangen. Spaß, Sport und Politik miteinander verbinden – auch das ist Gewerkschaftsarbeit. Noch ein Beispiel? Die IG Metall Jugend beteiligt sich jedes Jahr am „Lauf gegen Rechts“ in Hamburg. Übrigens nicht nur als Teilnehmer des Marathons, sondern auch als Wasserspender auf der Laufroute. Ob Eisschlecken, Grillen oder Chillen – ob Camps, Musikfestivals oder Sport: Das alles bietet die IG Metall Jugend.

2. Rechtsschutz bekommen
Bei arbeits- und sozialrechtlichen Problemen bietet die DGB Rechtsschutz GmbH Gewerkschaftsmitgliedern kostenlose Beratung und Prozessvertretung – wenn nötig durch alle Instanzen. Ob Fragen zur Kündigung, Eingruppierung, Lohnfortzahlung oder Abmahnung: Ihre Anwälte sind für die Mitglieder da. Sie berät auch zur Renten-, zur Erwerbslosen- oder zur Krankenversicherung. Selbst Mitglieder, die im Ausland arbeiten, haben Anspruch auf Rechtsschutz.

3. Tarifvertrag genießen
Tarifverträge regeln betriebliche Mindeststandards. Ohne sie kann ein Arbeitgeber Löhne und Gehälter kürzen, Arbeitszeiten verlängern oder Beschäftigte entlassen. Tarifverträge schützen die Beschäftigten in solchen Situationen. Sie sind wie Gesetze einzuhalten. Im Betrieb können zwar günstigere Arbeitsbedingungen vereinbart werden als im Gesetz, nicht aber schlechtere. Zum Beispiel müssen Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie dank Tarifvertrag 13 Stunden pro Woche weniger arbeiten und bekommen zwei Wochen mehr Urlaub als im Gesetz vorgesehen. Wie gut der Tarifvertrag ist, steht und fällt mit der Stärke der IG Metall. Je mehr Mitglieder es im Betrieb gibt, desto stärker ist die IG Metall, desto höher ist das Entgelt und desto besser sind die Arbeitsbedingungen. Diese regeln übrigens auch Tarifverträge. Hierunter fallen Arbeitszeit, Arbeitsschutz, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Mehrarbeit und Schichtarbeit, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz, Beschäftigungssicherung und vermögenswirksame Leistungen.

4. Demokratie erleben
Im betrieblichen Alltag werden die Aufgaben meist von oben nach unten delegiert. Ein klassisches hierarchisches Prinzip: Der Chef delegiert die Arbeit an den Techniker, der wiederum delegiert es weiter an einen Auszubildenden, dieser führt die Aufgabe dann ohne nachzufragen aus. Diese Methode ist in den meisten Betrieben Alltag, doch es gibt auch noch ein anderes Prinzip. Eines, welches auf Demokratie aufgebaut ist. Hierbei kommen die Jugend- und Auszubildendenvertreter (JAV) und die Betriebsräte ins Spiel. Diese werden von den Beschäftigten aus ihrer Mitte gewählt. Damit haben die Beschäftigten Einfluss darauf, wer ihre Meinung vertritt.

5. Ideen einbringen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aktiv zu werden. Im Betrieb könnt Ihr als Vertrauensleute, JAV und im Betriebsrat mitwirken. Außerbetrieblich können Mitglieder im Ortsjugendausschuss, auf Länderebene im Bezirksjugendausschuss, auf Bundesebene im Jugendausschuss aktiv werden. Dort werden Aktionen geplant, koordiniert und Erfahrungen mit anderen Mitgliedern ausgetauscht. Wo Mitglieder sonst noch Ideen einbringen können? Der Betriebsrat, die JAV oder die IG Metall geben gern Auskunft.

6 Mitreden können
Beschäftigte, Auszubildende oder dual Studierende haben meist nur wenig Mitspracherecht im Arbeitsalltag. In Betrieben mit Vertrauensleuten, JAV und Betriebsrat ist das anders. Auf sie können Beschäftigte zugehen und ihnen ihre Probleme schildern. Sie sind dafür da, die Meinungen und Rechte der Beschäftigten zu vertreten. Aber: Nur wenn Vertrauensleute, JAV und Betriebsrat die Meinungen vieler Menschen im Betrieb kennen, können sie auch aktiv etwas für sie tun.

7. Weiterbildung sichern
Gute Bildung braucht gute Grundlagen. Das Bildungsangebot der IG Metall ist so aufgebaut, dass man sich im ersten Schritt eine gute Wissensgrundlage aneignet und diese dann in weiteren Seminaren einbringen und weiter ausbauen kann. Grundsätzlich gibt es auch Seminare zu speziellen Themen vor Ort oder regional, wie zum Beispiel Rassismus, Geflüchtetenarbeit oder aktuellen Problemen und Themen aus den Betrieben. Somit wird ein breites Spektrum an Wissen für Auszubildende, Studierende und die betrieblichen Interessensvertretungen angeboten.

8. Ansprechpartner haben
Die IG Metall hat mehr als nur Standardantworten. Mit über 150 Verwaltungsstellen in ganz Deutschland haben Mitglieder in ihrer Nähe einen Ansprechpartner. Vor Ort gibt es Beratung, Service, Arbeitskreise, Broschüren, den für sie gültigen Tarifvertrag und detaillierte Tarifauskünfte. Im Betrieb unterstützen rund 136000 Betriebsräte, Vertrauensleute und Jugendvertreter die Beschäftigten. Auch für Bildung ist gesorgt: Die acht Bildungsstätten der IG Metall bieten ein umfassendes Bildungsprogramm.

9. Unfallversichert sein
Die IG Metall bietet mit der Freizeit-Unfallversicherung eine besondere Leistung: Bei einem Krankenhausaufenthalt von mindestens 48 Stunden infolge eines Freizeitunfalls zahlt die IG Metall eine einmalige Entschädigung bis zum30-fachen des durchschnittlichen Monatsbeitrags der letzten zwölf Monate, höchstens jedoch 51,13 Euro pro Krankenhaustag. Dieser Schutz ist im Beitrag enthalten, besteht weltweit und erstreckt sich auf alle Unfälle außerhalb des Berufs. Er gilt also beim Surfen genauso wie beim Hobbygärtnern zu Hause.

10. Informationen bekommen
Jedes Mitglied erhält die metallzeitung einmal im Monat ins Haus. Sie bietet Hintergrund zu vielen betrieblichen Themen wie Werkverträge, Industrie 4.0 oder Tarifverträge. Darüber hinaus gibt es Broschüren und Ratgeber beispielsweise zu den Themen Elterngeld oder mobiles Arbeiten. Diese Ratgeber gibt es auf der Internetseite der IG Metall: www.igmetall.de/Ratgeber. Auch in den sozialen Netzwerken erhalten Mitglieder Infos aus ihrer Arbeitswelt. Zum Beispiel zum Thema Crowdworking oder „Wie TTIP jeden Arbeitsplatz beeinflussen könnte“. www.twitter.com/IGMetall, www.facebook.com/igmetall.

11. Solidarität erfahren
Eine Gewerkschaft ist eine Vereinigung, die die Interessen von Beschäftigten vertritt. In Deutschland sind Gewerkschaften unabhängig von Parteien oder Staat. Sie helfen zusammen mit Betriebsrat und JAV bei Problemen am Arbeitsplatz. Für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne schließen sie Tarifverträge ab. Die IG Metall ist Teil des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), ein Zusammenschluss aus acht Einzelgewerkschaften. Mit 2,3 Millionen Mitgliedern ist die IG Metall die größte Einzelgewerkschaft der Welt. Ihr Motto ist: „Nur gemeinsam sind wir stark“, denn nur weil sie viele Mitglieder hat – die solidarisch zueinanderhalten – kann sie gute Tarifverträge aushandeln.

12. Gemeinsam in die Politik einmischen
Es ist auch Aufgabe der Gewerkschaft, in allen demokratischen Parteien dafür zu werben, dass gewerkschaftliche Positionen in praktische Politik umgesetzt werden. Die IG Metall treibt viele politische Inhalte voran. Durch den Druck der Gewerkschaften wurde der Mindestlohn und die Rente ab 63 eingeführt. Ganz wichtig: Ohne Gewerkschaften würde kein Politiker über den Missbrauch von Werkverträgen oder Leiharbeit reden.

13. ISIC besitzen
Die IG Metall bietet ihren Mitgliedern kostenlos die „International Student Identity Card“ (ISIC) an. ISIC ist der internationale Ausweis für Studierende, aber auch für Azubis und Schüler ab zwölf Jahren. Sie gilt in über 130 Ländern, bietet zahlreiche exklusive Vergünstigungen und eine kostenfreie Hotline für Notfälle. Hier gibt es die ISIC: www.igmetall.de/Isic 

14. Sonderangebote nutzen
Ob Lohnsteuerhilfe, Tickets, Ökostrom, Autoclub, Bücher oder Urlaub: Wer Mitglied der IG Metall ist, erhält über die IG Metall-Servicegesellschaft ein breites Angebot von Produkten und Dienstleistungen zu fairen Konditionen. Diese Angebote der Servicegesellschaft können nur Mitglieder der IG Metall nutzen. Ausführliche Informationen zu Produkten, Versicherungen und Urlaubszielen gibt es unter: www.igmservice.de

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mueadmin administrator