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Zwei Kollegen beweisen Durchhaltevermögen

Seit vielen Monaten findet jeden Monat eine Mahnwache des Bündnisses „keinen Meter den Nazis“ in der Münsteraner Innenstadt statt. Anfänglicher Anlass dieser Mahnwache war zunächst dass vor allem Anhänger der extremen Rechten versucht haben, die Verunsicherung von Bürgerinnen und Bürgern hinsichtlich der Corona-Schutzimpfung für Ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Und auch nach wie vor geht es den Rechten, unter Beteiligung von bekannten Vertretern von AfD, Die Basis, Reichsbürgern darum, die Sorgen der Menschen wegen der Pandemie und angesichts der bevorstehenden Belastungen zu vereinnahmen.

Seit Anfang an wird die IG Metall bei dieser Mahnwache jeden einzelnen Montag von zwei Kollegen vertreten. Lars Gremme ist aktives Mitglied der IG Metall Jugend und der DGB Jugend Münsterland und Gebhard Hofner war viele Jahre lang Betriebsrat in der Metall- und Elektroindustrie und ist ehrenamtlicher Bildungsreferent der IG Metall. Auf der Mahnwache am vergangenen Montag stellten sie die Sichtweisen und Aktivitäten der DGB-Gewerkschaften, insbesondere der IG Metall während der Pandemie und in der aktuellen Energie- und Inflationskrise dar. „Die IG Metall hat – so wie die anderen DGB-Gewerkschaften auch – von Anfang an klare Ansage gemacht: Menschen vor Profite!“ Der Schutz der Beschäftigten stand für die IG Metall immer klar im Vordergrund“ so Gebhard Hofner. Lars Gremme lenkte dabei den Fokus auch auf die jüngeren Menschen: „Die Belastungen, die die Pandemie auch für die Jüngeren bedeutet hat, sind nicht zu unterschätzen – sowohl wegen Entgelteinbußen, vor allem aber auch wegen der psychischen Belastung, die diese Pandemie mit sich gebracht hat. Umso mehr ist es für uns unerträglich, wenn rechte Gruppierungen diese Unsicherheiten dann auch noch ausnutzen und für ihre Zwecke missbrauchen wollen –  deswegen stehen wir hier Woche für Woche“, so Lars weiter.

Und auch wenn die Corona-Pandemie in der öffentlichen Wahrnehmung nicht mehr den gleichen Stellenwert einnimmt, wie noch vor wenigen Monaten, findet die Mahnwache des Bündnisses weiterhin statt. Schließlich wird von rechter Seite auch in der gegenwärtigen Krise immer wieder Stimmung gemacht.

Gebhard Hofner: „Wenn die AfD und andere rechts zu verortende Gruppen jetzt Proteste organisieren, geht es ihnen nicht um die Belange der von den explodierenden Energiepreisen besonders gebeutelten Menschen. Die „Übergewinnsteuer“ und andere Steuererhöhungen für Unternehmen lehnt die AfD strikt ab. Es geht ihnen seit eh und je nur um ihr rechtes Süppchen frei nach dem Motto „unser Land zuerst“. Wir sollten wachsam bleiben und nicht zulassen, dass die Rechtsextremen sich die Proteste zunutze machen können.

Rechte-Inhaber der Bilder ist das Bündnis: „Keinen Meter den Nazis“

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