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Prämie und Entgelt-Plus

Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie bekommen 500 Euro netto und künftig ein Transformationsgeld. Es beträgt 2,3 Prozent eines Monatsentgeltes und wir jährlich im Februar ausgezahlt. Das Geld kann auch für Beschäftigungssicherung ausgegeben werden. 

Es war eine lange Nacht. Zehn Stunden hat Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW mit den Arbeitgebern gerungen, aber am Ende „hat es sich gelohnt“. Der Abschluss für die Metall- und Elektroindustrie „stabilisiert die Einkommen und sichert Beschäftigung“, sagt Giesler. Damit hat die IG Metall NRW einmal mehr einen Pilotabschluss für die gesamte Branche erzielt. 

Kernstück der Einigung ist eine Corona-Prämie von 500 Euro (Auszubildende erhalten 300 Euro) sowie ein neues Transformationsgeld (T-Geld). Beschäftigte bekommen ab Juli dieses Jahres ein Plus von 2,3 Prozent eines Monatsgehalts. Dieses Geld wird in einem Transformationstopf angespart und zum ersten Mal im Februar 2022 ausgezahlt. Bis dahin erreicht die angesparte Summe 18,4 Prozent eines Monatsengelts. Ein Jahr später, im Februar 2023, beträgt das T-Geld dann 27,6 Prozent eines Monatsentgelts und wird jährlich gezahlt. Ein Beispielrechnung: Für Beschäftigte in der Entgeltgruppe beträgt das T-Geld 583 Euro im Jahr 2022 und 875 Euro im Jahr darauf. 

Das Geld kann in Unternehmen, die in der Krise sind oder mitten in der Transformation stecken, aber auch verwendet werden, um einen Entgeltausgleich bei Arbeitszeitverkürzung zu finanzieren. Kombiniert mit anderen Möglichkeiten aus den Tarifverträgen der IG Metall NRW ermöglicht das T-Geld eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 32 Stunden, ohne dass die Beschäftigten wesentliche Einbußen beim Monatsentgelt hinnehmen müssen. „Die Leute haben am Ende des Monats das gleiche Geld in der Tasche“, sagt Knut Giesler. Der Abschluss macht eine solche Verkürzung der Arbeitszeit auf 32 Stunden für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren möglich, wenn die Unternehmen von der Transformation betroffen sind. Dieses Modell kann nur angewendet werden, wenn beide Betriebsparteien zustimmen. 

Mit dem Transformationsgeld hat die IG Metall NRW eine weitere tarifliche Jahreszahlung geschaffen. Bislang gibt es bereits die tariflichen Zusatzgelder A und B. Unternehmen können künftig die Auszahlung des T-Zug B aufschieben, wenn sie ein negatives Ergebnis schreiben. Dual Studierende fallen künftig unter den Geltungsbereich der Tarifverträge.  

Das Verhandlungsergebnis sieht auch die Schaffung von Zukunftstarifverträgen auf betrieblicher Ebene vor. Dazu dient der neue Tarifvertrag „Zukunft, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung“. Sieht der Betriebsrat ein Problem auf das Unternehmen zukommen, kann er Gespräche verlangen. Unternehmen und Betriebsrat analysieren mit Unterstützung der Tarifparteien die Lage. „Beide Seiten schauen: Welche großen Baustellen haben wir?“, erläutert Giesler das Prinzip, „und schreiben die nötigen Schritte dann in einem Tarifvertrag fest.“

Aktionstag 11.03.2021

Dreimal Null – Null Bewegung bei Zukunftstarifverträgen, Null Bewegung bei Beschäftigungssicherung und Null Entgelterhöhung in 2021. Das ist das, was uns die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie in den bisherigen Verhandlungen „angeboten“ haben. Eine Frechheit.

Wir fordern ein Entgelt-Volumen von 4 Prozent bei 12 Monaten Laufzeit, das zur Stabilisierung der Einkommen oder zur Sicherung von Beschäftigung dienen soll. Außerdem wollen wir einen tariflichen Rahmen für betriebliche Zukunftstarifverträge schaffen und die Perspektiven für Auszubildende und dual Studierende verbessern.

Unsere Antwort auf das Angebot der Arbeitgeber: Warnstreiks

Unser Auftakt am 11.03.2021 fand pandemiebedingt im Autokinoformat statt. Wetterbedingt leider ohne Kino, dafür mit vielen Autos. Hier einige Impressionen. Vielen Dank an alle, die dabei waren!

Warnstreikwelle schwappt nach Münster

In der Tarifrunde für die 700.000 Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie startet die IG Metall Münster am Donnerstag, den 11.03. mit Warnstreiks.
Die IG Metall fordert in der aktuellen Tarifrunde ein Entgelt-Volumen von 4 Prozent bei 12 Monaten Laufzeit, das zur Stabilisierung der Einkommen oder zur Sicherung von Beschäftigung dienen soll. Außerdem will die IG Metall einen tariflichen Rahmen für betriebliche Zukunftstarifverträge schaffen und die Perspektiven für Auszubildende und dual Studierende verbessern.
Tanja Goritschan, 1. Bevollmächtigte der Münsteraner IG Metall: „Auch nach nunmehr vier Verhandlungsrunden gibt es von den Arbeitgebern nicht das geringste belastbare Angebot. Warnstreiks sind auf diese Hinhaltetaktik die einzig logische Folge“.
Laut IG Metall ist durch die Pandemie der private Verbrauch in diesem Jahr eingebrochen und als Wachstumsmotor ausgefallen. Die Sicherung der Einkommen sei daher geboten um dazu beizutragen, die Binnennachfrage zu stabilisieren und die Krisenfolgen einzudämmen.
Die IG Metall Münster ruft daher am 11.03. um 14 Uhr die Beschäftigten zu einer Kundgebung an der Halle Münsterland (Parkplatzt Süd/Süd – Zufahrt über die Straße „Am Hawerkamp“ auf), um dort ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
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Herausgegeben von der
IG Metall Münster
Johann-Krane-Weg 16
48149 Münster
Telefon: 0251 97409- 0
muenster@igmetall.de
www.muenster.igmetall.de
Pressemitteilung
„Selbstverständlich stellt die Corona-Pandemie auch ganz neue Herausforderungen an Tarifauseinandersetzungen. Die Hygieneregeln müssen natürlich eingehalten werden. Daher rufen wir in diesem Jahr zu einer Kundgebung im Autokino-Format auf“, so Goritschan.
Welche Betriebe tatsächlich zum Warnstreik aufgerufen werden, gibt die IG Metall üblicherweise immer erst sehr kurzfristig bekannt. Sicher ist aber schon jetzt, dass die Kundgebung per Kurzwelle in die Autos auf dem Platz übertragen wird. Das Programm wird über die UKW-Frequenz 96,1 auch im gesamten Stadtgebiet zu empfangen sein.

Ansprechpartner
Felix Spreen
Telefon: 0251 97409 11
E-Mail: Felix.Spreen@igmetall.de
Die IG Metall auf Twitter, Facebook, Youtube & Instragram:
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Rechtsberatung

Rechtsschutz

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Verfahrensablauf zur eigenständigen Klageeinrichung

 

Du kannst deine Klage auf folgende Arten einreichen:

 

 

  • du kannst dich für die Klageeinreichung direkt an das Arbeits- bzw. Sozialgericht wenden und die Klage mündlich zu Protokoll geben. Wende dich dafür an die Rechtsantragsstelle des zuständigen Gerichts. Die Urkundsbeamtin oder der Urkundsbeamte bringt deine Klage i ndie richtige Form und leitet sie anschließend weiter.

 

Sollte eine persönliche Vorsprache aus aktuellen Gründen nicht möglich sein:

 

  • du kannst die Klage selbst durch ein formloses Schreiben an das Gericht einbringen.

 

Dein Schreiben muss mindestens die folgenden Angaben enthalten:

 

  1. gegen wen du Klage erhebst
  2. was du durch die Klage erreichen willst (etwa die Aufhebung einer Kündigung) und
  3. woraus du diesen Anspruch herleitest (beispielsweise weil du ohne Angabe von Gründen fristlos gekündigt wurdest)

 

Die Frist für die Klageeinreichung beträgt 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung!

 

Anschriften der Arbeits- und Sozialgerichte:

 

Arbeitsgericht Münster                          Arbeitsgericht Rheine

Alter Steinweg 45                                 Dutumer Str. 5

48143 Münster                                     48431 Rheine

0251 97413-0                                       05971 9271-0

 

Arbeitsgericht Bocholt

Benölkenplatz 2

46399 Bocholt

02871 2950

 

Sozialgericht Münster                           Sozialgericht Rheine

Alter Steinweg 45                                 Münstermauer 5

48143 Münster                                     48431 Rheine

0251 510230                                        05971 92860

 

 

Liebe IG Metaller,

aus aktuellem Anlass bitten wir

Geltendmachungen (Muster)

DEINE WAHL!

Nach Inkrafttreten der vom 24. Ordentlichen Gewerkschaftstag
beschlossenen neuen Satzung sind im Frühjahr 2020 die Gremien der Geschäftsstelle Münster neu zu wählen.
Liebe Mitglieder der IG Metall Münster,
von Januar bis Juni 2020 werden in allen IG Metall-Geschäftsstellen Delegierte gewählt. Die Delegiertenversammlung ist das höchste be-schlussfassende Gremium. Sie entscheidet über die politische und strategische Ausrichtung der Gewerkschaftsarbeit und wählt die Ge-schäftsführung sowie die Mitglieder des Ortsvorstandes einer Ge-schäftsstelle. Auch die Mitglieder der Tarifkommissionen und die De-legierten für die Bezirkskonferenz werden hier gewählt.
Alle Mitglieder sind aufgerufen an den Versammlungen in den jewei-ligen Wahlbezirken teilzunehmen, um die Mitglieder der Delegierten-versammlung und die künftigen Nebenstellenleitungen zu wählen. Wahlberechtigt sind alle, die mindestens seit drei Monaten Mitglied der IG Metall sind.
Für die Zuordnung zu Deinem Wahlbezirk ist der Sitz Deines Arbeitge-berbetriebes/Deines Ausbildungsbetriebes ausschlaggebend. Doch selbstverständlich sind auch nicht betriebstätige Mitglieder herzlich eingeladen. Hier richtet sich die Zuordnung nach dem Wohnsitz.
Diese Veröffentlichung ist Deine persönliche Einladung.
Eine hohe Wahlbeteiligung garantiert ein breites Meinungsspektrum. Aktive Beteiligung bringt uns weiter – wir freuen uns auf Dich!


Mit freundlichen Grüßen


Tanja Goritschan (1. Bevollmächtigte) Dörte Kastens (2. Bevollmächtigte)

Jubilarehrung 2019

Fotografin Ulrike Reinker
www.ulrike-reinker.de
Golzheimer Str.114
40476 Düsseldorf
Fon:0177/6736064

Wer einzelne Bilder in einer besseren/höheren Auflösung haben möchte, kann sich gerne an uns wenden: muenster@igmetall.de